Das Auge an sich

Von Augenfarben und Funktionen

Unser Auge ist ein nicht nur sehr wichtiges, sondern auch sehr komplexes Organ. Es besteht aus vielen Schichten, Nerven und Muskeln und ist erst im Doppelpack so richtig gut. Denn unsere zwei Augen ermöglichen uns das räumliche Sehen. Angefangen bei den vielen Nuancen der Augenfarbe bis hin zur Leistungsfähigkeit unseres Seh-Organs – wir haben uns ein paar Fragen zum Auge gestellt.

Links blau, rechts braun – gibt’s das wirklich?

Welche Augenfarbe ein Mensch hat, ist genetisch festgelegt. Dabei spielt die Menge des Farbstoffs Melanins in der Iris eine große Rolle. Mehr Melanin führt dabei zu einer braunen Augenfarbe, wie bei ca.
85 Prozent der Menschen weltweit. Bei ca. 10 % ist es Blau und bei ca. 2 % Grün. Aber es gibt auch viele feine Mischungen und weitere Farbnuancen. Weniger als 1 % der Menschen weltweit haben eine sogenannte Iris-Heterochromie. Das bedeutet, dass ein Mensch zwei verschiedene Augenfarben besitzt, da sich die Menge des Melanins in beiden Augen unterscheidet.
Ob alle Babys blaue Augen haben? Bei vielen hellhäutigen Kinder stimmt das. Denn hier ist die Melanin-Konzentration in der Iris direkt nach der Geburt noch sehr gering. Sie steigt erst im ersten Lebensjahr und bestimmt dann die endgültige Augenfarbe. Aber ob blaue Augen sentimental machen, können wir leider nicht beantworten.

Das Auge an sich

Das Auge – die leistungsfähigste Kamera?

Manche erinnern sich vielleicht noch ehrfürchtig daran, wie sie den Aufbau des Auges im Biologie-Unterricht nachzeichnen sollten. Ein so kleines Organ mit so vielen verschiedenen wichtigen Schichten und Teilen, die perfekt ineinandergreifen und uns Menschen mit einer körpereigenen Photokamera ausstatten. Einer Kamera, bei der die Diskussion darum, wie viele „Megapixel“ sie vergleichsweise hätte, nicht zu beantworten ist, da das Auge doch ganz anders und komplexer funktioniert. Zwei ca. 2,4 cm große Ovale, die gemeinsam Bilder generieren, die unser Verstand zu einem 3D-Bild zusammenfügt – das kann bisher noch keine Kamera. Desto mehr sollten wir gut auf sie achtgeben, um noch viele „Schnappschüsse“ mit ihnen aufzunehmen und uns daran zu erfreuen

Die Augennerven
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